12 von 12 im Juni 2026

12.6.2026

Es ist wieder der 12. im Monat, der Tag an dem Caro von Draußen nur Kännchen die 12 Bilder des Tages sammelt.

Es ist ein kalter, verregneter Freitag. Morgens sind es nur 12°C auf unserer geschützten Terrasse, d.h. es sind eher nur 10°C. Bei uns regnet es, wie man deutlich am Terrasendach sieht.

Aber die Rose direkt neben der Terrasse blüht wunderschön. Sie duftet auch sehr gut, nur bei dem naßkalten Wetter haben wir nichts davon, da mögen wir nicht auf der Terrasse sitzen.

rosen

An der anderen Strebe zum Terrassendach habe ich dies Jahr endlich eine Schwarzäugige Susanne gepflanzt, die hoffentlich die Strebe schön umranken wird. Das wollte ich schon in all den Sommern machen, seit wir das neue Terrassendach haben, jetzt freut mich der Anblick doppelt.

schwarze susanne

Wie immer Freitags, planen wir nach dem Frühstück, was wir in der kommenden Woche essen wollen. Diesmal lasse ich mich von einem Kochbuch aus der Bücherei inspirieren. Leider werden einem bei der Internetsuche inzwischen immer öfter nur Seiten mit Rezepten angezeigt, die entweder ein Abo verkaufen möchten oder alle meine Daten sammeln wollen. Da leihe ich doch lieber wieder wie früher regelmäßig ein Kochbuch aus der Bücherei aus.

kuechenplan

Da es noch immer regnet, fange ich erst mal mit sauber machen im Haus an. Aus alter Gewohnheit machen wir das üblicherweise samstags, aber morgen habe ich Anderes vor.

staubsaugen

Im Laufe des Vormittags muß ich noch zum Markt, Obst und Gemüse einkaufen, egal ob es regnet oder nicht. Dort habe ich keine Fotos gemacht, sondern nur zugesehen, so rasch wie möglcih wieder nach Hause zu kommen. Eigentlich ist jetzt die Zeit der Erdbeeren, aber das Wetter ist hier nicht günstig dafür. Die Erdbeeren aus der Umgebung sollen 8,95 € pro Pfund kosten, das ist dann doch arg teuer, da habe lieber die vom Bodensee gekauft.

erdbeeren

Nachmittags habe ich endlich Zeit für die Nähmaschine, ich habe mir eine neue gekauft mit einem Stickmodul. Seit ich die Software Inkstitch kennengelernt habe, es ist eine Erweiterung der Grafiksoftware Inkscape, wollte ich gerne die Möglichkeit haben zu sticken. Auch Inkstitch ist open source und kostenfrei. Es bietet die Möglichkeit aus Bildern und Grafiken Stickdateien zu erstellen und zwar in jedem gängigen Dateiformat für Stickmaschinen. Früher gab es solche Software nur abgestimmt auf die jeweilige Marke der Stickmaschinen und war irre teuer. Erst konnt ich gar nicht glauben, daß es so etwas jetzt einfach gibt. Es stimmt aber, ich habe eine selbst erstellte Stickdatei bei einer Freundin, die eine Stick-/Nähmaschine hat, ausprobiert. Das klappte prima, danach war klar, so eine Maschine möchte ich auch. 

Ich habe ein paar Jahre als Automatenstickerin in einer Fahnenstickerei gearbeit. Selber Stickmuster nach eigenem Gusto zu erstellen, hat mich schon sehr lange gereizt. Die ersten Nähmaschinen mit Stickmodul waren sehr teuer und konnten im Gegensatz zu einer Profistickmaschine ziemlich wenig. Das hat sich inzwischen erfreulicherweise geändert. Seit ein paar Tagen steht jetzt die Bernina 570 QE mit Stickmodul auf meinem Arbeitstisch und ich probiere das Sticken aus. Ich habe ein paar Rechtecke zum Test gestickt, um zu sehen wie die einzelnen Füllmuster der Software aussehen und ob die Stickdichte stimmt.

sticken vorne

Die Stickdichte könnte bei meiner Probe ein bißchen höher sein, bei den Füllmustern werde ich weiter ausprobieren. Es gibt viele Variable, die ihr Aussehen beeinflussen, da werde ich noch viel ausprobieren.

Ebenso interessant ist die Rückseite, stimmt die Fadenspannung? Vom Oberfaden soll man etwas sehen, aber nicht zu viel. So sieht das schon ganz gut aus.

sticken hinten

Nachdem ich jetzt einige Tage das Sticken ausprobiert habe, möchte ich jetzt gerne ein erstes Kleidungstück besticken. Es soll ein einfaches T-Shirt werden. Aus meinen Stoffresten reichen weißer und dunkelblauer Jersey für ein kleines Shirt. Das schneide ich erstmal zu.

stoff zuschneiden

Dann suche ich nach passenden Farben beim Maschinenstickgarn.

stickgarn

Aber bevor ich einen ersten Versuch auf einem Stück Restjersey mache, gibt es Kaffee. Auf unserem Markt gibt es einen sehr guten Bäcker und deshalb jeden Freitag nachmittags auch ein leckeres Teilchen dazu.

teilchen

Frisch gestärkt gehe ich zurück an den Nähtisch und sticke meine Probe.

sticken mit der naehmaschine

Der hat gut geklappt und ich habe meine 12 Fotos des Tages. Jetzt mache ich erstmal den Beitrag für 12 am 12. fertig und werde schauen, was andere heute so erlebt haben.

Kommentare
3he fecit vor 29 Tagen
Da hatten wir ja wirklich gutes Wetter verglichen mit etwa 95% der 12von12 Beiträge die ich bisher gelesen habe. Aber wir hatten auch unseren Anteil an Regen, nur eben nicht am 12. Der Preis der Erdbeeren ist schon heftig. So teuer habe ich sie noch nicht gesehen, auch wenn sie natürlich teurer sind als letztes Jahr. Immerhin leuchten sie schön und haben hoffentlich auch geschmeckt. Auch für meine Berninas würde es ein Stickmodul geben, allerdings hat es mich noch nicht gereizt. Auch wenn es spannend klingt, eigene Stickmuster zu entwerfen. Deine Herangehensweise ist auch sehr geordnet und genau. So methodisch bin ich bei weitem nicht. Und sehr interessant, deine Musterstickereien. Vile Spaß noch beim rumprobieren und ausprobieren, liebe Grüße heike
Gabi - langer-faden vor 27 Tagen
Schon bei der Arbeit habe ich hin und wieder etwas privat für mich gestickt. Das hat mir damals sehr gefallen. Als ich jetzt im Netz die Software Inkstitch fand, war ich hin und weg, die Anschaffung einer Näh-/Stickmaschine "mußte" dann sein.
Die teuren Erdbeeren habe ich nicht gekauft, sondern billigere, die aber nicht hier aus der Gegend kommen, sondern vom Bodensee.
LG Gabi
clara vor 1 Monat
Spannend, wie du das Sticken angehst. Dass du gern eigene Stickmuster entwerfen möchtest, kann ich gut verstehen, das klingt reizvoll.
Liebe Grüße aus Berlin!
Clara
Gabi - langer-faden vor 27 Tagen
Auch ich bin gespannt, wie das Sticken auf Dauer wird. Das Ausprobieren macht auf jeden Fall Spaß. LG Gabi
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