Monatsspaziergang im März 2026

22.3.2026

Im März bin ich mit dem Rad zum botanischen Garten in München gefahren und habe geschaut, was schon blüht.

Eigentlich hatte ich ein anderes Ziel im Sinn, aber es wurde mal wieder gestreikt bei Bussen, U- und Straßenbahnen, deshalb war es an dem Tag nicht erreichbar. Also habe ich mich für einen anderen Monatsspaziergang entschiedem und mich vom schönen Sonnenschein zur Radtour mit Ziel botanischer Garten in München verführen lassen. Trotz Sonne war es ziemlich kalt, es wehte ein eisiger Ostwind. Von Gröbenzell fährt man hauptsächlich nach Osten, also in dem Fall gegen den Wind. Gut, daß ich mich winterlich warm angezogen hatte. Von uns aus hat man die Möglichkeit auf vielen Nebenwegen ohne größere Umwege und ohne neben oder auf dichtbefahrenen Straßen mit dem Rad zum Nymphenburger Schloß zu kommen, neben dem der botanische Garten liegt. 

Mein erster Fotohalt ist die Blutenburg, sie ist ein ehemaliges Jagdschloss der bayerischen Herzöge. Mehr zur Geschichte findet ihr auf Wikipedia.

blutenburg

Von hier aus gab es einen Durchblick zum Nymphenburger Schloß. Dieser Durchblick ist heute eine lange Rasenfläche an der Wege für Fußgänger und Radfahrer entlangführen. Heute ist der Durchblick versperrt, denn am Rand des Nymphenburger Schloßparks führt eine Eisenbahnstrecke entlang, u.a. die Schnellstrecke für ICEs nach Nürnberg. Natürlich ist die inzwischen von Lärmschutzwänden eingehaust. Zwischen all den Bäumen erkennt man sie auf dem nächsten Foto nicht, aber der helle Fleck, fast in der Mitte, ist die Lärmschutzwand.

durchblick

Unter den Gleisen führt dieser Durchgang hindurch.

eisenbahnunterquerung

Kaum ist man hindurch sieht man schon die Mauer des Nymphenburger Schloßparks.

nymphenburger schlossmauer

Aber auch außerhalb des Parks ist hier ein Grünstreifen mit breiten Wegen. Ein Stück weiter kommt man über den Kanal, der das Wasser der Würm zu den Wasserspielen im Schloßpark bringt. Hier hat man einen schönen Blick aufs Schloß. Wenn man weiß, wo man schauen muß, kann man diesen Blick sogar vom ICE aus erhaschen, denn hier ist kurz die Lärmschutzwand unterbrochen.

schloss nymphenburg

Mein Weg führt noch eine Weile neben der Parkmauer entlang zum südlichen Eingang vom botanischen Garten. Es ist ein Nebeneingang, direkt gegenüber einem Eingang zum Schloßpark.

eingang zum nymphenburger schlosspark

In den Wintermonaten bis April ist der Eintritt in den botanischen Garten noch frei und ich bin mir nicht sicher, ob dieser Nebeneingang geöffnet ist. Aber ein Blick zeigt mir, das Tor steht groß auf. 

eingang zum botanischen garten muenchen

Da ich mich recht kurzfristig für den botanischen Garten als Ziel entschieden hatte, hatte ich mir keine Gedanken gemacht, was vielleicht schon blühen könnte. Direkt am südlichen Eingang stehen die vielen verschiedenen Rhodedendronbüsche, gleich der erste begüßte mich in voller Blütenpracht.

1 rhodedendron

Natürlich gibt es noch mehr Fotos:

Zu Füßen der Rhodedendren sah man immer wieder blühende Alpenveilchen.

alpenveilchen

In den Grünflächen leuchteten die Blausterne

blausterne

und es war eine Schar Gänse unterwegs.

gans

Es gibt einen Weg im Garten, der extra mit lauter Frühlingsblumen bepflanzt ist. Noch war er eher winterlich kahl, aber an einigen Stellen sah man doch schon blühende Tulpen.

tulpen

Dieser Weg liegt nahe der Gewächshäuser, die mir ihren vielen Glasscheiben und weißen Streben interessante Muster bilden. 

gewaechshaeuser

Neben den Gewächshäusern nahe am Haupteingang ist eine Fläche sehr sorgfältig komponierter Beete, die je nach Jahreszeit aufwendig bepflanzt werden.

angelegte fruehlingsrabatten

Hier ist auch das botanische Institut der LMU.

botanisches institut

Es gab weitere Rabatten diesmal mit dunkelroten Stiefmütterchen, deren Farbe mir sehr gefiel.

stiefmuetterchen

Neben den Rabatten stehen Magnolien, auch die zeigten schon die ersten Blüten.

magnolienbluete

Im Garten gibt es lauschige Laubengänge, noch sind sie winterlich kahl.

arkaden

Diese sind an einem Ende von einer Art Pavillion geschmückt. Überall im Garten sah man die Gärtner fleißig an der Arbeit.

arbeit

Im Garten gibt es ebenfalls Flächen, die eher frei angelegt sind für die vielen verschiedenen Bäume aus aller Welt.

botanischer garten muenchen

Zum Schluß war ich noch im Alpinum, dort hat man viele Steine zu Haufen aufgeschüttet, um die richtigen Bedingungen für Pflanzen aus den Alpen und anderen Bergregionen der Welt herzustellen. Auch hier blühten kleine Narzissen

narzissen

und an anderer Stelle leuchteten diese gelben Blüten, keine Ahnung, wie sie heißen.

bluehendes im alpinum

Mein Spaziergang durch den Garten war jetzt recht abrupt zu Ende. Es kam die Durchsage, daß der Garten in einer Viertelstunde schließt. Ich hatte beim Schauen und Fotografieren die Zeit völlig vergessen, im Winter wird der Garten schon um 16.30 Uhr geschlossen, der südliche Eingang, wo mein Fahrrad stand, noch eine Viertelstunde früher. Vom Haupteingang läuft man ganz schön weit um den Garten drumherum bis zum südlichen Eingang, also habe ich mich gesputet den noch offen zu erwischen. Fotos hatte ich eh schon reichlich. Der Wind hatte nicht gedreht; und so bin ich jetzt mit Rückenwind nach Hause quasi geflogen.

Es war wieder ein sehr schöner Spaziergang, den ich jetzt bei den Monatsspaziergängen von Heike - 3hefecit verlinke. Ohne ihre Aktion, hätte ich mich an diesem Nachmittag nicht zu diesem Ausflug aufgerafft, danke Heike für den Ansporn!

Kommentare
Rosi - https://rumpelkammerxxl.blogspot.com vor 1 Tag
was für ein schöner Ausflug..
auch wenns etwas frisch war
erstaunlich dass die Rhododendren schon blühen
ein herrlicher Anblick
viele schöne Fotos
liebe grüße
Rosi
3he fecit vor 4 Tagen
So, ich versuche es jetzt nochmal mit einem etwas besseren Kommentar. Denn die Idee mit dem Botanischen Garten hatte ich auch. Im Gegensatz zu mir hast du sie umgesetzt. Wir standen in Erlangen vor verschlossenem Tor, weil bereits zu spät. Und anderntags in Bamberg war das Wetter nicht nach Hain und Botanischer Garten. den Grazer Botanischen Garten könnte ich auch endlich mal zeigen, immerhin komme ich täglich zweimal daran vorbei. Den Münchner kannte ich auch noch nicht. So wie ich mich nicht erinnern kann schon mal in oder bei Schloss Nymphenburg gewesen zu sein. Und die Blutenburg ist mir sogar vom Namen her unbekannt. Wie gut dass du mir meine ehemalige und damals nicht besonders gemochte Landeshauptstadt samt Umgebung nun näher bringst. In München war ich nicht mehr seit die dort kurzzeitig lebende Freundin weiter in den Norden gezogen ist. So komme ich nun immerhin durch durch immer mal wieder ein bisschen in die Gegend.
Liebe Grüße, heike
3he fecit vor 6 Tagen
Die hellgelben Blüten vom letzten Foto sehen den Blättern nach wie Primeln aus. Ist vermutlich eine alpine Sorte.
Der Rest vom Kommentar ist mit der Fehlermeldung verschwunden, und ich hatte leider nicht vorher zur Sicherheit kopiert. Emoji hatte ich übrigens keines verwendet.
Liebe Grüße, heike
Kommentar schreiben
Die Kommentare werden vor der Freigabe geprüft, um Spam zu vermeiden. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert. Sie können irgendeinen Spitznamen verwenden.