28.6.2026
Im Juni lädt Elvira von zwisch-en-durch zu Stoffspielereien mit dem Thema „Tierisch“ ein.
Erst dachte ich „tierisch“ ist jetzt nicht so mein Thema, stimmt aber gar nicht. Dürfen doch diesen Sommer wieder zwei ausgestopfte, bunte Käfer aus Stoff auf unserem Ablagebrett für Schlüssel und so im Flur wohnen. Die Käfer habe ich vor ewigen Zeiten mal genäht, alle paar Jahre erinnere ich mich wieder an sie und sie dürfen im Sommer irgendwo im Haus als schöne Deko liegen. Im Laufe der Jahre habe ich immer mal wieder etwas tierisches gehandarbeitet.
Wie schon im Beitrag
12 von 12 im Juni 2026 erwähnt, habe ich mir eine neue Nähmaschine mit Stickmodul gekauft. Es gibt die Software Inkstitch, open source und kostenlos, um aus Bildern Stickdateien zu erstellen. Es reizt mich sehr, eigene Motive zu digitalisieren und dann zu sticken. Aus der Fülle der Ideen kam mir das Thema für diese Stoffspielereien gerade recht, um einzugrenzen, womit ich jetzt anfange. Es sollte ein Fisch werden, den ich mir auf das Vorderteil eines neuen T-Shirts sticken wollte. Vom Fisch wollte ich den Umriß in einem Satinstich sticken und ein paar Geradstichlinien innen drin als Muster. Nichts Schwieriges oder Aufwendiges, etwas das sich leicht am Computer umsetzen läßt, denn erstmal muß ich den Umgang mit dem Programm lernen. Genauso wichtig ist zu sehen, wie es dann gestickt aussieht.

Mein erster gestickter Fisch gefiel mir schon ganz gut, der oberste im Foto. Er war mir ein bißchen zu groß und die Stickreihenfolge war nicht optimal. Das läßt sich natürlich ändern, siehe der mittlere Fisch auf dem Foto. Den untersten Fisch habe ich auf einem Reststück Stoff fürs T-Shirt ausprobiert. Ich war mir erst nicht sicher, ob der Fisch und die Punkte des Stoffes sich nicht gegeseitig die Show stehlen, aber das ist nicht so.
Jetzt habe ich das zugeschnittene T-Shirt-Oberteil bestickt. Auf dem Shirt sollte der Fisch in die andere Richtung schwimmen, aber ein Motiv zu spiegeln, ist ganz einfach sowohl am Computer als auch in der Nähmaschine.
Und dann das Shirt genäht.
Tragebilder gibt es leider keine, das hatte ich vollkommen verschwitzt, das T-Shirt ist jetzt in der Wäsche. Der Fisch sitzt ein bißchen hoch für meinen Geschmack, ist aber nicht störend. Ich war mir beim Plazieren des Stickmusters nicht mehr ganz sicher, ist der Kreuzungspunkt vom Kragenansatz und Ärmelausschnitt die Mitte oder das untere Ende. Bei der Arbeit haben wir manchmal Motive auf den kleinen Damen-T-Shirts mitten auf den Brustpunkt gesetzt wegen Platzmangel. Aber das möchte ich bei mir selber auf gar keinen Fall haben, dann lieber zu hoch.
Neben dem Fisch habe ich mich an kleinen Dinosauriern versucht.
Beim oberen Dino sieht man ein wenig die Stickfüllung aus dem Satinstichrand rausgucken. Da hat sich offenbar der Stoff etwas verzogen, d.h. der Untergrund muß mehr verstärkt werden.
Beim unteren Dino wurde die Füllung von beiden Seiten gestickt und da, wo sie sich in der Mitte trifft, sieht man den Übergang. Da muß ich noch lernen, warum die Software die Stickreihenfolge so macht und was ich verändern muß, damit die Füllung von einem Ende bis zum anderen in einem durchgestickt wird.
Danke an Elvira für das Thema, tierisch lag mir viel näher, wie ich anfangs dachte.
Eigentlich hätte ich gerne noch weitergespielt, aber mein Nähtisch und all meine Nähutensilien sind im Dachboden, der mir in den letzten Tagen viel zu warm wurde. Stattdessen mache ich weiter mit EPP von den
letzten Stoffspielereien.
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mo